Vergleicht man jedoch das Thema Wasser mit dem Treibhausgas- und Klimamanagement innerhalb der Unternehmen, zeigt sich, dass Wasserrisiken weniger beachtet werden: Allgemeine Klimawandelthemen verantwortet das Top-Management bereits bei 94% der Unternehmen, zeigt der im September veröffentlichte Global 500-Bericht des CDP. Dies überrascht, denn gerade Wasserrisiken werden von der Mehrzahl der Konzerne als eine bereits gegenwärtige Bedrohung eingestuft.
Zwei Drittel der Risiken, die im operativen Geschäft (64%) und in der Wertschöpfungskette (66%) identifiziert wurden, sollen bereits bis spätestens 2016 eintreten. 38 Prozent der Konzerne berichten, dass sie bereits von Wasserrisiken betroffen sind – beispielsweise durch Fluten und Dürren. Brisant ist, dass viele Firmen Risiken in der Wertschöpfungskette noch überhaupt nicht überblicken können – vor allem in solchen Sektoren, die stark von ihren Zulieferern abhängen (z.B. Großhändler, Hotels, Automobilindustrie).
Der Wasser-Bericht, der zusammen mit Deloitte Touche Tohmatsu Limited (DTTL) erstellt wurde, basiert auf einer Unternehmensbefragung, die sich an 315 der weltweit größten wasserintensiven, Unternehmen aus dem Global 500 Index[1] richtetet. 190 Konzerne (60%) kamen der Aufforderung des CDP nach und damit 10% mehr als im Vorjahr. Erfreulich ist: alle elf deutschen Unternehmen innerhalb dieser Gruppe, darunter BASF, Bayer, E.ON, Linde, Metro, RWE, Siemens und VW beantworteten die Informationsanfrage des CDP und flossen somit in die Analyse ein.
CDP Water Disclosure ist eine Initiative des CDP, die seit einem Jahrzehnt regelmäßig eine international vereinheitlichte Klimadatenerhebung mit Unternehmen durchführt. CDP Water Disclosure analysiert Strategien, Konsumverhalten, Risiken und Chancen speziell bezüglich des Rohstoffs Wasser. Hinter der Wasser-Initiative stehen 354 Investoren, die insgesamt 34 Billionen US-Dollar verwalten.
(Quelle: CDP)




