Energie

„Unglaubliche Unterstützung für unseren Durchbruch!“: Französisches Unternehmen erhält 24 Millionen Euro für revolutionären schnellen Neutronenreaktor

Anna Schmidt Von Anna Schmidt
3 Min. Lesezeit
„Unglaubliche Unterstützung für unseren Durchbruch!“: Französisches Unternehmen erhält 24 Millionen Euro für revolutionären schnellen Neutronenreaktor
Illustration von einem innovativen Molten Salt Reaktor, der nuklearen Abfall zerstört, erstellt durch künstliche Intelligenz.
KURZ GESAGT
  • Stellaria entwickelt einen innovativen Molten Salt Reaktor, der mehr nuklearen Abfall zerstört, als er erzeugt.
  • Das Startup hat insgesamt 33 Millionen Euro an Finanzierung erhalten, um die Technologie voranzutreiben.
  • Der Reaktor könnte eine Stadt mit 400.000 Menschen versorgen und bietet eine langfristige Energieversorgung.
  • Die Unterstützung durch renommierte Partner wie Schneider Electric und Technip Energies unterstreicht das Vertrauen in das Projekt.

Mit der Entwicklung des Stellarium-Reaktors hat das französische Startup Stellaria einen bemerkenswerten Schritt in Richtung einer saubereren und nachhaltigeren Energiezukunft unternommen. Dieser innovative Reaktor verspricht nicht nur eine langfristige Energieversorgung, sondern bietet auch die einzigartige Fähigkeit, mehr nuklearen Abfall zu zerstören, als er erzeugt. Mit einer kürzlich erfolgten Finanzierungsrunde von 23 Millionen Euro, angeführt von At One Ventures und Supernova Invest, rückt die Verwirklichung dieses Projekts in greifbare Nähe.

Stellaria: Ein Blick auf das Unternehmen

Stellaria wurde 2023 gegründet und hat sich schnell als Vorreiter im Bereich der nuklearen Technologie etabliert. Das Unternehmen entstand aus einer Zusammenarbeit zwischen der französischen Atomenergiekommission (CEA) und Schneider Electric. Mit einem Startkapital von insgesamt 33 Millionen Euro, einschließlich 10 Millionen Euro aus dem Frankreich 2030-Programm, verfolgt Stellaria das ehrgeizige Ziel, die Zukunft der Energieerzeugung neu zu definieren. Unter der Leitung von Nicolus Breyton, dem Gründer und CEO, konzentriert sich das Unternehmen auf die Entwicklung des Stellarium-Reaktors, der als erster seiner Art weltweit mehr langlebigen Abfall zerstören könnte, als er produziert.

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Einzigartige Merkmale des Stellarium-Reaktors

Der Stellarium-Reaktor ist ein vierte Generation Fast Neutron Molten Salt Design, das flüssigen Brennstoff aus Chloridsalzen verwendet und in einem geschlossenen Brennstoffkreislauf betrieben wird. Diese Konstruktion ermöglicht es dem Reaktor, über 20 Jahre ohne Nachfüllung zu laufen, was ihn zu einer praktischen Alternative zu fossilen Brennstoffen macht. Stellaria hat sich darauf konzentriert, die Anzahl der Innovationen auf das Nötigste zu beschränken, um die Entwicklung zu beschleunigen. Die wichtigsten Designentscheidungen umfassen natürliche Konvektion für passives Kühlen, Isogeneration zur Aufrechterhaltung des Brennstoffkreislaufs und vier physische Containment-Barrieren, eine mehr als bei den meisten bestehenden Reaktoren.

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Finanzierung und Unterstützung durch Partner

Die jüngste Finanzierungsrunde, die von At One Ventures und Supernova Invest angeführt wurde, unterstreicht das Vertrauen der Investoren in die Technologie von Stellaria. Zu den weiteren Unterstützern gehören langjährige Partner wie CEA Investissement, Schneider Electric, Exergon und Technip Energies. Diese finanzielle Unterstützung ermöglicht es Stellaria, die technischen und regulatorischen Arbeiten abzuschließen, einschließlich der Einreichung eines Demande d’Autorisation de Création (DAC) für seine Basis-Nuklearinstallation (INB). Darüber hinaus plant das Unternehmen, seine Belegschaft zu verdoppeln und die Forschung in Grenoble auszuweiten.

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Die Bedeutung für die Energiezukunft

Der Stellarium-Reaktor könnte eine Revolution in der Energieerzeugung darstellen, indem er eine stabile, lang anhaltende Energieversorgung bietet, die für elektrointensive Industrien von entscheidender Bedeutung ist. Mit einer Energiedichte, die 70 Millionen Mal größer ist als die von Lithium-Ionen-Batterien, könnte ein einzelner Reaktor eine Stadt mit 400.000 Einwohnern versorgen. François Breniaux von Supernova Invest betont, dass die Technologie darauf ausgelegt ist, den Bedarf an stabilen, langfristigen Energiepreisen zu decken. Stellaria plant die Errichtung eines industriellen Demonstrators, um das Design und die Leistung des Reaktors zu validieren und die Kommerzialisierung voranzutreiben.

Abschließend bleibt die Frage offen, wie schnell und effektiv Stellaria seine ambitionierten Ziele erreichen kann, um die globale Energielandschaft zu verändern. Wird der Stellarium-Reaktor tatsächlich der Schlüssel zur Lösung der Herausforderungen der nuklearen Abfallentsorgung und der nachhaltigen Energieerzeugung sein?

Dieser Artikel basiert auf verifizierten Quellen und wird durch redaktionelle Technologien unterstützt.
Anna Schmidt

Forschung, Energie, Klima, Städte und Märkte

Anna Schmidt

Anna Schmidt hat mehrere Jahre in der Pressestelle einer Stadtverwaltung in Nordrhein-Westfalen gearbeitet. Bei Glocalist schreibt sie über Politik, Städte und aktuelle Nachrichten, besonders über kommunale Entscheidungen. Sie fährt jeden Tag mit dem Rad ins Büro, auch im Winter.